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Warum vegan?

Eins sei vorweg erwähnt: Ich mag keine „Bekehrungsversuche“. Daher schwinge ich auf meinem Blog nicht den erhobenen moralischen Zeigefinger. Nur an dieser einen Stelle erzähle ich hier nun denen, die es interessiert meine Beweggründe, vegan zu essen.

 

Die Kurzfassung

Tierische Produkte gehen mit unheimlich viel Qual und Leid einher und das möchte ich nicht mehr unterstützen. Zudem sind tierische Zutaten für eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht zwingend nötig und in hohen Mengen sogar sehr schädlich – nicht nur für unsere Gesundheit, auch für die Umwelt, für Menschen in Entwicklungsländern und nicht zuletzt natürlich für die betroffenen Tiere.

 

Die etwas längere Fassung

Uns Konsumenten wird eingetrichtert, wie gut die sogenannten Nutztiere es auf den „Bauernhöfen“ haben und wie gesund ihre Milch, Eier und Fleisch für uns sind. Die Realität ist aber, dass (je nach Statistik) 95-99 Prozent der tierischen Produkte (also fast alle), die wir konsumieren, aus Massentierhaltungsbetrieben stammen, wo die Tiere von ihrer Geburt an ein qualvolles Dasein unter unmenschlichen Bedingungen fristen.

Nur ein paar wenige Beispiele: Kälber werden kurz nach der Geburt (auch auf Biohöfen) für immer von ihren Müttern entrissen, damit sie nicht die Milch wegtrinken, die eigentlich für sie bestimmt ist, die aber ja verkauft werden soll. Die Trennung bedeutet für Mutterkuh und Kalb Qualen und Angst. Die überzüchteten Kühe leiden unter schmerzhaften Euter-Entzündungen, weil sie so viel Milch wie nur irgendwie möglich geben müssen. Allein in Deutschland werden jährlich 45 Millionen männlicher Küken in Schreddermaschinen lebendig zerhackt, weil sie für die Eierproduktion wertlos sind. Fische werden mit Netzen zu Tausenden aus den immer leerer werdenden Ozeanen gezogen – jedoch meist nicht getötet, sie müssen auf den Fischkuttern elendig ersticken. Für die Fleischherstellung werden Tiere in Rekordtempo groß und fett gemästet und bereits im „Kindesalter“ geschlachtet. Denn Zeit ist Geld, und überall da, wo der Profit zählt, werden Tiere werden nur als Ware betrachtet.

Falls Ihr Euch noch nicht mit dem Alltag in Nutztierhaltungsbetrieben beschäftigt habt, kann ich Euch diesen kurzen, aber aufschlussreichen Film empfehlen. Aber seid gewarnt, es ist harter Stoff.

Der Konsum tierischer Lebensmittel ist übrigens für mehr Treibhausgas-Emission verantwortlich als der gesamte weltweite Verkehr durch Autos, Flugzeuge etc. Zudem steht er in direktem Zusammenhang mit dem Hungerleid in armen Ländern, denn dort wird ein großer Teil der Felder für den Anbau billiger Futtermittel für unsere Nutztiere missbraucht. Währenddessen leben wir in der sogenannten „ersten Welt“ im Überfluss und erhöhen mit unserem übertriebenen Konsum von tierischen Lebensmitteln unser Risiko für Herzleiden, Übergewicht, Krebs und andere Krankheiten. Tierische Produkte in Bio-Qualität machen all dieses Elend übrigens auch kaum besser.

Wie erwähnt, weise ich nur an dieser einen Stelle auf die Missstände hin. Denn ich möchte niemandem damit auf den Zeiger gehen. Ich möchte nur zeigen, dass es auch anders geht.

 

My favorite green thing is being vegan.
– Elizabeth Olsen